Realschule im Stiftland
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„Junge Leute werden dringend gesucht“

Großes Interesse an der 5. Ausbildungsmesse in Waldsassen –

Vor allem das Handwerk braucht Nachwuchs

Die Sorge um den Nachwuchs treibt viele Unternehmen um. Vor allem das Handwerk braucht dringend eine Blutauffrischung, dies war bei der 5. Ausbildungsmesse in Waldsassen, am Samstag in der Realschule im Stiftland, das beherrschende Thema. 43 Unternehmen präsentierten sich und viele Schülerinnen und Schüler nutzten das Angebot, sich aus erster Hand zu informieren. Laut Wirtschaftsförderer Manfred Dietrich wurden rund 2500 Besucher erwartet. Schulleiterin Kerstin Janke dankte den Unternehmen, „sie haben sich Zeit genommen und die Zeichen der Zeit verstanden. Sie kommen heute direkt zu den Schülern in die Schule. Sie präsentieren sich als führende Ausbildungsbetriebe der Region. Junge Menschen brauchen vor Ort adäquate Ausbildungsplätze, damit sie aus den ländlichen Regionen nicht abwandern, sondern ihren Lebensmittelpunkt bei uns behalten“. Frau Janke machte deutlich, dass dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger wird. An die Unternehmen gerichtet sagte die Schulleiterin, „sie, die Betriebe tragen dazu entscheidend mit bei, dass unsere jungen Leute nicht in die Großstädte abwandern, sondern hier bleiben“. Frau Janke wusste, dass sich die Situation am Ausbildungsmarkt verändert hat. Heute sind nicht nur die Zeugnisnoten für eine Anstellung entscheidend, sondern auch das persönliche Gespräch mit dem Auszubildenden. „Jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten wird gebraucht. Vor allem im Handwerk fehlen Interessenten für viele vorhandene Ausbildungsplätze“. Abschließend betonte Frau Janke, „die Ausbildungsmesse ist die ideale Ergänzung zu unseren Lernzielen und zu unserem Bildungsauftrag“. Landrat Wolfgang Lippert forderte die jungen Leute auf, das Angebot der Information wahrzunehmen. „Im Landkreis Tirschenreuth halten sie die Anzahl der jungen Menschen und die angebotenen Ausbildungsplätze noch die Waage. In Weiden dagegen ist die Zahl der Ausbildungsplätze weit höher, als die Zahl der jungen Leute“. Der Landrat sah dies als Chance für die jungen Menschen. „Sie bekommen den Beruf, der ihren Neigungen und ihrem Interesse entspricht. Wichtig dabei ist, dass sie unserer Region erhalten bleiben“. Geradezu kämpferisch zeigte sich der Landrat, als er sagte, „unser Handwerk darf nicht unter die Räder kommen, Handwerk hat Zukunft“. Bürgermeister Bernd Sommer richtete einen Appell an die Unternehmen, „sputet euch, werbt um junge Leute. Ja so haben sich die Zeiten geändert“. Die Ausbildungsmesse bietet die Chance, dass die Unternehmen mit dem Nachwuchs ins Gespräch kommen. Gleichzeitig machte Sommer deutlich, dass der Beruf den jungen Leuten auch Spaß und Freude machen muss. „Ich wünsche den jungen Leute heute, dass sie viel Spaß und Freude bei den Gesprächen mit den Firmen haben und dass vielleicht schon heute ihr Wunschberuf dabei ist“, sagte Sommer zu den jungen Besuchern. Schulamtsdirektor Rudolf Kunz erinnerte an die Leitsätze der Arbeit von Schule und Wirtschaft. „Wir bringen Schule und Wirtschaft zusammen, wir zeigen individuelle Perspektiven auf“. Kunz dankte den Bildungsträgern, die mit viel Herzblut an dieser Lösung arbeiten. Kurz stellte er seinen Arbeitskreis Schule/Wirtschaft vor, der mit einer Vielzahl an Aktionen regelmäßig für Besucherrekorde sorgt. „Ja wir tragen aktiv zum gegenseitigen besseren Verständnis bei und zeigen individuelle Perspektiven auf“. Für Rudolf Kunz ist das Miteinander mit ein Schlüssel zum Erfolg, „wir tragen dazu bei, unseren Landkreis weiter nach vorne zu bringen“. Anschließend hieß Schulleiterin Kerstin Janke die Ausbildungsmesse offiziell für eröffnet. Beim Rundgang überzeugten sich die Gäste vom reichlichen Angebot und der starken Nachfrage nach jungen Leuten.

(Quelle: "Der neue Tag")

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