Realschule im Stiftland
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Max - der Wasserretter

Im Rahmen des Lehrplans der 5. Jahrgangsstufe wird das Thema „Hund“ behandelt. Dabei erfahren die Schüler auch viel über die Einsatzgebiete der beliebten Vierbeiner. Hierzu erwartete die Schüler der beiden 5. Klassen der Realschule im Stiftland am 03.06.2016 ein tierisch interessanter Vortrag. Armin Schoof, Leiter der bayernweit ersten Einsatzgruppe Wasserrettungshunde in Waldsassen, stellte mit seinem Kollegen Matthias Popel und dem Wasserrettungshund Max, der sich noch in der Ausbildung befindet, die aufregende Arbeit vor.

Zunächst konnten die Schüler etwas über die Geschichte der Entstehung des Roten Kreuzes im Allgemeinen und der Wasserwacht im Speziellen erfahren. Matthias Popel, der als Jugendtrainer in der Wasserwacht Waldsassen tätig ist, erzählte uns interessante Fakten zum Aufgabengebiet und zur Ausbildungsstruktur der Wasserwacht.

Herr Schoof, der bereits über eine langjährige Erfahrung als Hundeführer verfügt, gründete nach dem Vorbild der Wasserrettungshundegruppe in Kassel im Jahr 2015 die deutschlandweit zweite Einsatzgruppe in Waldsassen. Die Aufgaben reichen von der Wasserrettung, bei der der Hund den Rettungsschwimmer als „Zugmaschine“ unterstützt, über die Vermisstensuche in Häusern in Hochwassergebieten bis hin zur Eisrettung, bei der der Hund der eingebrochenen Person ein Seil bringt, bzw. sogar aus dem Wasser zieht. Die komplette Ausbildung eines Wasserrettungsteams bis zur Einsatzfähigkeit dauert ca. 3 Jahre, bei der sowohl der Hund als auch der Hundeführer speziell ausgebildet werden.

Nach dem theoretischen Teil war es endlich soweit, der 18 Monate alte Rüde Max wurde ins Klassenzimmer geführt. Herr Schoof und Max führten zunächst Unterordnungsübungen vor. Diese sind fester Bestandteil der Ausbildung, um einen sicheren Gehorsam des Hundes während des Einsatzes zu gewährleisten. Anschließend wurde die Einsatzausrüstung (Schwimmweste mit Führstrick) vorgestellt und am Hund demonstriert.

In seiner Freizeit ist der ruhige und verschmuste Max ein ganz normaler Familienhund, der auch gerne verwöhnt wird. Deshalb wurde er nach getaner Arbeit verdientermaßen von den Schülern ordentlich gestreichelt, was er sichtlich genoss.

Was uns bleibt, ist den beiden eine erfolgreiche Dienstzeit zu wünschen und dass Max und sein Herrchen hoffentlich viele Menschenleben retten können.

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