Die Abkürzung CNC stammt vom Englischen „Computer Numeric Control“ und bedeutet, eine Maschine mit Hilfe von Programmen über den Computer anzusteuern. In der Regel sind es Maschinen, wie Fräsmaschinen, Bohrwerke, Drehbänke, Lasercutter oder Roboter die mit der CNC-Technik arbeiten.


CNC@school ist ein von Politik und Wirtschaft gleichermaßen anerkanntes und gefördertes Zertifikat, das sich Schüler im Rahmen des Unterrichts erwerben können. Es kann u. a. bei Bewerbungen als zusätzlicher Qualifikationsnachweis beigelegt werden und bringt vor allem für technische Berufe einen gewissen Wettbewerbsvorteil bei der Lehrstellensuche. Die Schüler lernen im Unterricht sowohl die Ansteuerung der CNC‑Maschine über ein CAD-Programm als auch über DIN/ISO‑Programmierung (G-Code) kennen und am PC und an der Maschine umsetzen.

Der Kurs fand heuer bereits zum neunten Mal im Zweig I im Rahmen des Faches Informationstechnologie statt, die Schüler des Zweiges IIIb und II konnten sich in einer freiwilligen Schüler-AG am Nachmittag in Theorie und Praxis für CNC fit machen. Insgesamt gab es 50 der begehrten Zertifikate.

Für das nächste Schuljahr steuern wir eine Erweiterung der CNC-Technik an. Geplant sind sowohl ein CNC-gesteuerter Lasercutter für den Werkraum als auch ein 3D-Drucker, um unsere eigenen Modelle für CAD und TZ herzustellen. Unser Ziel ist es, die neue Technik möglichst anschaulich, realitätsnah und praxisorientiert im Fächerübergriff einzusetzen.


Einführung der CNC-Technik an der RiS


Seit dem Schuljahr 2010/11 gibt es an unserer Schule im Mathematikzweig sowie im Werkenzweig Unterricht in CNC-Technik. Durch die Vermittlung modernster Technologie sollen im Rahmen der „MINT‑Initiative“ vor allem die beiden Technikzweige I und IIIb an unserer Schule gestärkt hervorgehen. Am 28. Februar 2011 fand die offizielle Einweihung der CNC‑Werkstatt statt

Am Anfang standen einige offene Fragen im Raum, die zuerst geklärt werden wollten:

  • Welche Ausrüstung wird zur Schulung der CNC-Technik benötigt?
  • Wie finanzieren wir das Ganze?
  • Wie lässt sich das im Unterricht konkret umsetzen?

Da die Finanzierung der Ausrüstung größtenteils über Spendengelder erfolgen musste, stellte die Beschaffung der Mittel wohl anfangs die größte Hürde dar – denn genau zu dieser Zeit hatten wir eine schwere Wirtschaftskrise. Als die Spenden nach einigen Monaten glücklicherweise zusammengetragen waren, nahmen wir sofort die Anschaffung der Maschine nebst Computern, Absaugung, Lagersystem, Werkzeugen und weiterem Zubehör in Angriff. Für jede Anschaffung wurden übrigens mehrere Angebote eingeholt. Die Schüler aus den Zweigen IIIb und I waren in den Aufbau des Equipments voll eingebunden. Die Installation und die Vernetzung von Rechnern und Maschine übernahm die AG‑Computerwerkstatt. Auch war die Einbindung der CNC‑Technik in das Schulkonzept sowie die Umsetzung im Unterricht genau zu planen.

Einweihung unserer CNC-Fräsmaschine

Am 28. Februar 2011 war es dann endlich soweit. Im Rahmen einer feierlichen Einweihungsveranstaltung wurde die Maschine dann offiziell übergeben. Zunächst bedankte sich Frau Fischer bei allen privaten Spendern und bei Firmen und Institutionen, welche als Spender auftraten ebenso wie bei allen schulischen Beteiligten, die zum guten Gelingen beigetragen hatten. Im Anschluss stellte Herr Peetz den Entstehungsverlauf des CNC-Projekts von der ersten Idee bis zum aktuellen Stand der Dinge vor.

Vier Schüler aus der Klasse 10a erklärten mithilfe eines „wachsenden“ Tafelbildes, Computer und Beamer dem Publikum, wie man eine CNC‑Maschine mit einem CAD‑Programm oder mit NC‑Befehlen ansteuern kann. Die Vorführung erfolgte in Teamwork und war sehr anschaulich gestaltet und auch für die Nichttechniker im Publikum leicht verständlich und kurzweilig dargeboten. Im Anschluss daran wechselten Gäste sowie Akteure vom CAD-Raum in den Werkraum, alle waren schon auf die CNC-Maschine gespannt. Zwei weitere Schüler der 10 a hatten bereits eine Demonstration der neuen Technik vorbereitet. Da alle Personen eingeladen waren, die zum guten Gelingen beigetragen hatten, waren so viele Leute anwesend, dass gar nicht alle gleichzeitig den Maschinenraum betreten konnten. Per Lifeübertragung wurden deshalb Videodaten der Vorführung in den Werkraum übertragen. Unsere Gäste waren erstaunt darüber, wie professionell und souverän die Schüler bereits jetzt, nach wenigen Unterrichtsstunden, mit der neuen CNC‑Technik umgingen. Großes Lob kam sowohl von unserem Landrat, Herrn Wolfgang Lippert als auch vom Vorsitzenden unseres Fördervereins, Herrn Prof. Dr. Edwin Schicker und von unserem Elternbeirat, vertreten durch Herrn Trottmann. Sie alle erachten die CNC-Technik als überaus wichtigen Bestandteil des Unterrichts. Weitere Anerkennung erhielten wir von Vertretern des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz, der Initiative Pro Ausbildung Nordoberpfalz e. V., der Firma Netzsch, der Firma Hamm, der Sparkasse, der Volksbank und der Raiffeisenbank und von einigen ehemaligen Schülern des Abschlussjahrgangs 1960, die sich allesamt davon überzeugen konnten, dass ihre Spenden bei uns sinnvoll angelegt wurden, zumal wir bislang die einzige Realschule in der gesamten Oberpfalz sind, die das Zertifikat „CNC@school“ vergeben darf.

Als krönender Abschluss folgte im Anschluss an den offiziellen Teil ein Sektempfang mit Häppchen, der von der SMV und von Frau Schmid im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts mit den 7. Klassen vorbereitet wurde. Kompliment an alle Beteiligten – die Dekoration und das Buffet waren ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus!

Unsere Redner und Gäste werteten die komplette Veranstaltung als äußerst gelungen, überaus informativ und auch seitens der Schüler sehr professionell durchgeführt.

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